Freitag, 24. September 2010

Tag 173!

Ein herzliches Hallo an alle!

Lange ist’s her als ich meinen letzten Blogeintrag verfasst habe. Viel ist geschehen und ich habe eine Menge erlebt. Mittlerweile habe ich hier auch die Halbzeit erreicht. Nun gut, was gibt es alles zu berichten. Zunächst möchte ich gern etwas über meine Gastfamilie schreiben. Sie hat mich sehr nett aufgenommen und ich habe mich immer wohl gefühlt. Da wäre zum einen meine Gastmama, sie leitet ein Geschäft unweit von meinem Projekt. Sie ist sehr nett und hat sich wie eine echte Mutter um mich gekümmert. Dann wäre da mein Gastpapa, er ist von Beruf Tierarzt und lebt diesen Beruf voll und ganz aus. Etwas streng, immer sehr ernst aber im Großen und Ganzen ein guter Mensch. Dann kommen da noch meine 2 Gastbrüder, zum einen Banard, 25 jahre alt, immer hektisch, auf 180 und meist auf meiner Wellenlänge und zum anderen Anthony, 29 Jahre alt, Familien-papa, gemütlich und einfach. Die meiste Zeit hatte ich dann mit Banard zu tun.

Dem ein oder anderen ist bestimmt schon aufgefallen, wieso schreibe ich denn das in der Vergangenheit? Weil ich seit dieser Woche nicht mehr in meiner Gastfamilie wohne. Leider gab es eine Menge interner familiärer Probleme, welche die Familie praktisch auseinander gerissen hat. Aus diesem Grund war es für alle Beteiligten das Beste die Familie zu verlassen. Sollten sie doch mal in meinem Blog vorbeischauen, Google Übersetzer macht’s möglich, vielen Dank für die tolle Zeit!

Einerseits fand ich es ziemlich traurig, hab sie alle sehr gern gehabt. Andererseits, bekam ich ein eigenes Apartment und das ist wesentlich besser als ich je erwartet hätte. (Bilder folgen) Das Beste am ganzen, es wird alles gesponsert. Eventuell kann ich sogar meine eigenen Hunde halten. :)

Nun ja was gibt’s noch so alles zu berichten? Mein Projekt läuft blendend. Mittlerweile hab ich hier sowas wie ein pseudo Diplom eingeführt. Sind alle mächtig stolz darauf, ist aber leider auch mit viel Arbeit verbunden, weil die Studenten alles schön vorbereitet und vorgekaut haben wollen. Sowas wie selbstständiges lernen oder Literatur Recherche kennen die nicht. Ich bin auch nicht mehr allein, habe mittlerweile 2 Lehrer die ich antrainieren kann.

Mein Alltag besteht aus knapp 4 Stunden Unterricht, Vorbereitungen, Korrekturlesen, Pläne erstellen, Studenten beraten, betreuen und Fragen beantworten. Dabei habe ich auch viel Spaß mit meinen Assistenz Lehrern die von mir ebenso wie ich von ihnen lernen kann/können.

Letztens hab ich hier in Narok im Supermarkt sogar Deutsche getroffen. Waren in der Durchreise und mir ist das erste Mal schwer gefallen deutsch zu sprechen, war im wahrsten Sinne des Wortes Sprachlos. Kamen sogar aus Sachsen. :D

Viel komme ich jedoch leider in letzter Zeit nicht rum, bis auf meine gelegentlichen Trips nach Nairobi oder hier in der Umgebung um Narok am wochenende, sieht es lau aus. Dafür wird mich aber in gut 2 Wochen meine Mama besuchen kommen. Vorbereitungen sind schon alle erledigt, wird zwar etwas teuer aber dafür bekommen wir eine Menge zu sehen u.a. eine Menge Safari-touren. Freu mich schon drauf, wird mein erster richtiger Urlaub seit langem.

Um auch mal ein kleines Resümee aus den vergangen Wochen zu ziehen. Das Projekt hält was es verspricht, die Angelegenheit mit meiner Gastfamilie ist traurig aber unvermeidlich gewesen und sonst geht’s mir prima! Leider hätte ich nicht erwartet, dass mein Blog dann doch so einschläft, dabei nehm ich die Schuld auf meine Kappe, war meist zu faul ein paar Zeilen zu texten. Gelobe Besserung.

Grüße an alle aus/in Deutschland,

Philipp

Freitag, 21. Mai 2010

Arbeit ohne Aussicht auf ein Ende...

Nach laaanger Zeit hab ich mich mal wieder dazu entschlossen hier meinen Senf abzugeben. Zunächst zu mir, sorry für den Ausdruck, aber mir geht’s scheisse geil! Ich möchte mich hiermit ganz besonders an meinen besten Freund Florian richten. DANKE! Für alles! (Die Rechnung werde ich natürlich begleichen, wenn ich zurück komme, nur über die „Papa-frage“ müssen wir noch verhandeln :D.)
Der Grund der dahinter steckt ist, aufgrund von Florian, der ein Fehler in meinem Diplomzeugnis entdeckt hat, bin ich in meiner Diplomnote auf ein „Gut“ gesprungen. Und ich glaub, dass ich nicht sonderlich erwähnen muss, wie dankbar ich ihm bin.

(Du bist mein Held, Florian :D)

Zurück zu Kenia. Hier läuft seitdem ich aus meinem Urlaub zurück bin (diesen Montag) alles drunter und drüber. Restlos alle Lehrer sind gegangen. Einer hat sich kurzerhand entschieden weiter zu studieren. Der Zweite im Bunde hat einen neuen besser bezahlten Job und somit alles stehen und liegen lassen und die dritte kommt laut eigener Aussage auch nicht mehr wegen einem anderen Job. Das bedeutet, seit Montag herrscht hier eine One-man-show. Somit stress pur, vor allem da die anderen Lehrer ihre Materialien wie Tutorials etc. mitgenommen haben. Heute ist Freitag, so langsam hab ich wieder ein bisschen den Überblick aber die kommenden Wochen werden Arbeit pur, da zahlende Schüler unterrichtet werden wollen.

Zu meinem Urlaub. Ich war mal wieder in Mombasa und Umgebung unterwegs. Es war der Hammer. Strand, Palmen, super Wetter, lecker Essen, schwimmen im Ozean, Freunde treffen, Clubbing, einfach mal die Seele baumeln lassen etc. Leider kam ich meist nie dazu Fotos zu machen, da auch zugegebenermaßen nicht mehr daran gedacht habe.
Mein nächster Urlaub wird wohl auf sich warten lassen, da hier Arbeit für mehr als 3 Leute anfällt. Meine neuen Projekte und Ideen müssen dabei auch warten und somit bin ich permanent beschäftigt aber glücklich.

Natürlich grüße ich ganz herzlich alle aus Deutschland! Kwa heri!

Dienstag, 4. Mai 2010

Tag 36

Heute ist der 4. Mai, ein wunderschöner Dienstag, mein 36. Tag in Kenia und es wird mal wieder Zeit für einen neuen Eintrag in meinem Blog. Bevor ich hier aber anfange zu berichten, möchte ich mich bei allen, die an meinen Geburtstag gedacht haben, ganz herzlich Bedanken! Leider konnte ich nicht allen sofort antworten da hier des Öfteren der Strom oder das Internet ausfällt.
Nun zum meinem Bericht. Wo fange ich am besten an... Mein Geburtstag war sehr ruhig. Im Allgemeinen wird hier in Kenia der Geburtstag nicht so gefeiert und hat auch nur sehr wenig an Bedeutung. Somit beschränkte sich mein Geburtstag auf eine Geburtstagskarte von meiner Gastfamilie. Gefeiert habe ich dann aber am Samstag mit ein paar Freunden in einer kleinen Bar.
Meine Schüler haben meine Prüfung bestanden und mittlerweile leite ich meinen nächsten Kurs. Mein Drang, hier alles ein wenig zu verbessern ist ungebrochen, so habe ich mittlerweile mich an das Management gemacht und optimiere unser Lehrangebot, die Preispolitik und das Marketing. :-]
Das Wochenende gestaltete sich diesmal ziemlich ruhig. Grund dafür war das mein geplanter Trip nach Nairobi inklusiver Sightseeing-tour am Sonntag durch mein Gastpapa zunichte gemacht wurde. Er ist ziemlich streng was das ausgehen angeht und wollte anscheinend nicht, dass ich mit meinem Gastbruder nach Nairobi fahre. Stattdessen gab er uns die Aufgabe eine Ziege zu schlachten. Jepp, ihr habt richtig gelesen, schlachten… und es war alles andere als genehm.
Am Montag gabs dann in ganz Narok keinen Strom, hatte zur Folge, ein freier Tag. Den haben wir genutzt um die Universität in Narok zu besichtigen. Dafür mussten wir aber auch locker 2 Stunden Fußmarsch hinlegen. Während diesen 2 Stunden, haben wir dann über unterschiedliche Auffassungen von „it‘s not far away“ diskutiert…Um das mal genauer zu beleuchten. Wenn ein Kenianer sagt, „ich bin gleich da“ meint er „ich brauche 30 minuten“. Sagt er, „ich bin in 5 min da“ meint er „ich brauche 45 minuten“ usw.. Ähnlich verhält es sich mit der Distanz, „nicht weit weg“ bedeutet sowas wie „zwischen 2-3 Stunden Fußmarsch“. Das Beste ist aber immer noch, wenn ein Kenianer sagt, „wir treffen uns um 12“ dann kann es zu folgen Dingen führen. 1. Er kommt gar nicht. 2. Er kommt, aber 2 Stunden zu spät. Oder 3. Er ruft an und sagt „ich bin gleich da“…

Mittlerweile ist mein Gastpapa für 3 Wochen in den USA, was bedeutet, ich werde mit meinem Gastbruder für 1 Woche Urlaub machen. Wir haben vor die Küste unsicher zu machen…

Montag, 26. April 2010

Ein normaler (Wochen-)Tag in Narok

Morgens um 6 Uhr aufstehen, Kleinigkeiten erledigen (wie z.B. Wäschen waschen). 7 Uhr Frühstücken mit Gastpapa und mama.
Um 7:30 Uhr geht’s mit Eduard, meinem Bikibiki-driver zum Maasai Education Discovery Center. Immer wieder ein neues Erlebnis bei den Straßen :-).

Punkt 8:00 Uhr!!! Beginn des Unterrichts (meines Unterrichts!!!), wer zu spät kommt…naja Sie werden es noch lernen :-].
Um 10:00 verteile ich Materialien an die Schüler damit sie auch was zum lesen haben, sollen sich ja auch nicht langweilen und schließlich brauch ich ja auch genug Stoff für die Prüfung (das wird ein heiden Spaß, ich darf eine Klausur aufstellen). Die nachfolgenden 1-2 Kurse assistiere ich und helfe bei spezifischen fragen oder gebe Hilfestellungen (nicht nur den Schülern…).
(Links: Jared, Mitte: Jonathan und rechts ich)
Zirka um 12 Uhr geht’s dann mit Jonathan und Jared, meinen Kollegas, zum essen. Pommes mit Ketchup und etwas Gemüse (50 Cent), ne Fanta (25 Cent) und man ist versorgt. :D
Am Nachmittag bereite ich mich dann schon auf den kommenden Tag vor, kümmere mich um eines unserer Projekte oder repariere mal wieder einen verreckten PC. Nebenbei hab ich viel Spaß mit meinem Kollegen (Pausengame Blobby, kann ich nur jedem empfehlen).
Je nachdem wie viel zu tun ist hab ich dann um 17 oder 18 Uhr Schluss. Dann geht’s entweder wieder mit Eduard nachhause oder ich geh zu Fuß mit einem kleinen Abstecher in den Supermarkt.
Abends wird mit den Hunden rumgetollt, mit Gastmama gekocht und über den Tag und andere Dinge geplaudert. Vorm schlafen gehen gibt’s dann noch ne lustige Soap auf Citzien (einem Kenianischen Sender). Lustig aus dem Grund, weil die Serie von irgendwoher importiert und auf Englisch übersetzt wurde, dabei jedoch überhaupt keine Synchronität zwischen Lippen und gesprochenen herrscht. Die Sprecher sind dabei sowas von unmotiviert, dass bei gewissen Situationen man entweder heulen oder einfach mal richtig ab lachen kann.
Nach strapazierten Lachmuskeln geht’s dann so zwischen 22 und 24 Uhr ins Bettchen…

Die Tage vergehen schnell und eh man sich versieht ist auch schon wochenende. Mal sehen wohin es mich dieses wochenende verschlägt :D

Mittwoch, 21. April 2010

Anbruch der 4ten Woche…

…und mir geht’s blendend. Mittlerweile hab ich mich schon richtig an die Stadt gewöhnt. Fotos folgen noch…

Die Arbeit läuft wunderbar, man gibt mir eine Menge Freiraum um meine eigenen Projekte zu verwirklichen unter anderem, neue Methoden zu unterrichten. Um nicht zu sehr in meinem Fachchinesisch abzudriften nenne ich es hier einfach mal Desktop sharing. :D
(Links seht ihr meinen Arbeitsplatz, ein Standrechner und 2 Laptops, so wie sich das gehört :D )

Meinen ersten eigenen Kurs durfte bzw. darf ich mittlerweile auch schon leiten, ist zwar nur „die Einführung in Computer“ aber war eine Menge Arbeit für 2 Wochen im Voraus ein Tutoriell zu schreiben und Präsentationen vorzubereiten. Keine Ahnung wie die das vorher gehandhabt haben, sie meinten nur, es wäre ein freier Vortrag, tztztz…
(Oben zu sehen, der Klassenraum) Weitere Arbeiten sind unter anderem Rechner wieder instand zu setzen (ein wunder das Dinger überhaupt funktionieren) und die restlichen intakten Rechner zu warten. Des Weiteren planen wir neue Projekte mit neuen Unterrichtsmethoden und neuem Inhalt.

Die bisherigen Wochenenden waren eher etwas gemäßigt. Ich war jeweils am Samstag mit meinem 1. Gastbruder Banard in seinem Shop (sowas wie eine Apotheke für Tiere, rechts zu sehen), dort gabs dann Bier, Musik oder nenn Film (über mein Netbook versteh sich :-)). Da viele, fast alle, seiner Kunden Maasais waren, konnte er mir eine ganze Menge über sie erzählen. Unter anderem den Hintergrund über ihre enormen Löcher im Ohr oder den entfernten unteren 2 Schneidezähnen usw. Apropo Zähne, ganz übel in Kenia…
Am ersten Sonntag blieb ich zuhause und hab mir die Zeit mit Swahili lernen und den Hunden vertrieben. (Oben zu sehen, eines der 7 Hundewelpen)

Der zweite Sonntag war etwas spannender, es ging zu Banards zuhause. Der Weg allein war der Hammer, ich weis nicht wie gut es auf den Fotos erkennbar ist aber die Landschaft war atemberaubend. Dabei mussten wir richtig steil Bergauf klettern und später auch wieder runter kommen. Laut seiner Aussage, geht er jeden Tag diesen Weg. Danach gings zusammen Richtung Stadt, schließlich muss ich mich ja in Narok auskennen. :D

Das kommende 3. Wochenende geht’s dann mit Banard Richtung Mombasa. Endlich mal wieder Strand und ne Party mit allen Freunden aus Mombasa.

Also ihr seht, mir geht es prima hier, hab zwar ab und zu einen leichten Anflug von Heimweh (liegt wohl auch daran, dass ich gewisse Dinge und Personen aus Deutschland hier vermisse…) aber das gibt sich dann auch.
(Mein 1. Gastbruder, Banard, und ich)


Zum Abschluss möchte ich mich für die Kommentare bedanken, freut mich echt zu hören, dass einige meinen Blog lesen. Danke euch allen! :-)

Freitag, 9. April 2010

Ende der Vorbereitungswoche...ersten Tage in Narok

Die 9 Tage in Mombasa vergingen wie im Flug. Dabei habe ich so viel erlebt und so viel von der Stadt gesehen, dass ich kaum weis wo ich anfangen soll. Da ich aber nicht den Rahmen sprengen will und auch niemanden langweilen möchte beschränke ich mich auf die wesentlichen Dinge. Da war zum Beispiel der größte open air Markt in ganz Ostafrika.

(Ein kleiner Teil vom Markt)

( :D )
Die Strände, von denen ich leider keine Fotos habe. Dort sind so gut wie keine Touris zu finden und die Menschen gehen alle überwiegend mit ihrer kompletten Bekleidung ins Wasser. Vor allem bei den muslimischen Frauen mit ihren schwarzen Gewändern sah es etwas gewöhnungsbedürftig aus. Dafür war das Wasser wunderbar. Man kann ewig weit hinein gehen bevor es etwas tiefer wird.
Damit die Wertsachen untergebracht werden konnten, gab es keine Spinde oder dergleichen, man konnte sich aber einen Beutel :D für umgerechnet 1,5€ mieten auf den dann aufgepasst wurde. Harken an der Sache: niemals die Nummer des Beutels vergessen…
Das die Leute unpünktlich sind oder mal gar nicht erscheinen hab ich ja schon erwähnt. Krass im Gegensatz dazu steht aber der Verkehr auf der Straße, ich bin nicht nur einmal fast gestorben so wie die fahren. Als wäre Beelzebub höchstpersönlich hinter ihnen her. Ach ja und ich werde nie wieder auf die deutschen Straßen schimpfen, denn die sind im Gegensatz zu Kenia himmlisch.

(Wir sind auf bis zur anderen Seite geschwommen, es gab wunderschöne einsame Strände zu besichtigen. Leider hab ich mir wegen den vielen Felsen im Wasser die Füße vollig aufgerissen, es wars wert)

Gefeiert wurde in Kenia über die Feiertage übrigens auch. Was sie da aber genau gefeiert haben hab ich leider wieder vergessen, :) zumindest war ne Menge Stimmung da.
(Video folgt demnächst)

Mittlerweile habe ich auch schon einige Leute kennen gelernt unter anderem eine Amerikanerin, die für 6 Monate in einem Krankenhaus arbeitet. 4 Leute aus England, die aber sehr unfreundlich waren und eher unter sich bleiben wollten, vielleicht lags auch an meinem englisch, man weis es nicht. Die restlichen Leute kommen alle aus Mombasa und Umgebung.

(Die Amerikanerin Kelsie, gleich mit auf eine Party geschleppt...)

(Mohamed, die Tanzmaschine. Die haben es einfach im Blut.)

(Ali mein Swahili Lehrer, er hatte eine Menge Geduld...)

(Der kleine Nachbarsjunge, hat sich rießig über die mitgebrachten Haribos gefreut, nur auf dem Foto wollte er dann nicht so lächeln)

Abreise nach Narok war dann am Dienstag 9 Uhr Abends. 8 Stunden Busfahrt voller Angst, enge Straßen und ein Busfahrer der nicht sehr an seinem Leben hängt.
Angekommen bin ich dann Morgens um 6 Uhr in Nairobi und von dort aus gings direkt nach Narok.

(Das Haus meiner Gastfamilie.)

Meine Gastfamilie ist sehr freundlich und herzlich. Der Mann ist ein Tierarzt und die Frau betreibt auch ein eigenes Geschäft. Das Haus ist sehr groß und es gibt viele Tiere unter anderem ein frischer Wurf Hundewelpen.
Mittlerweile bin ich 3 Tage in Narok und mein 2ter Arbeitstag neigt sich dem Ende entgegen. Es gibt viel zu tun und einige Dinge müssen hier ziemlich umgekrempelt werden.
So ich hoffe das war nicht zu viel Text, es gäbe ansich noch viel mehr zu erzählen aber dies verrat ich Euch ein anderes Mal.

Zum Abschluss noch, meiner Meinung nach, eines der schönsten Fotos

(In den Gassen von Mombasa, herrlich)

Mittwoch, 31. März 2010

Traffic jam

Gestern war mein erster Sprachkurs. War ganz interessant, die Sprache scheint relativ leicht sein. Mal sehen was ich später alles so zustande bekomme. :D
Wir machen jetzt mittlerweile jeden Tag ein bis zwei ausgiebige Stadttouren und ich bin immer wieder aufs neue fasziniert. Die Leute sind alle sehr nett und bei der richtigen Begrüßungsformel freuen Sie sich umso mehr. Ich weiß nicht ob das noch so sein wird, wenn ich mal ohne Ahmed unterwegs sein werde, naja das wird sich dann wohl in den kommenden Tagen herausstellen.

Auf dem Video seht ihr übrigens wie der Verkehr in Mombasa aussieht und was sie so für Musik hören, also an sich eine ganz normale Situation in Mombasa. :)
Mittlerweile waren wir auch in dem größten Einkaufszentrum, dort kann man so ziemlich alles kaufen was das Herz begehrt auch viele Dinge die man in Deutschland erwerben kann, darunter fallen aber auch viele Dinge die es bei uns so nicht gibt, vor allem beim Bäcker.
Meist ist es nicht möglich die Eindrücke in Fotos einzufangen, man muss es einfach gesehen haben z.B. die Situation als eine Fähre angelegt hat und unzählige Menschen heraus geströmt sind… Meistens möchte ich aber nicht fotografieren um niemand zu nahe zu treten, bin da sehr vorsichtig.
In einem Club waren wir gestern auch noch, muss ja die kurze Zeit in Mombasa genießen, wer weis was so in Narock (da komme ich in 7Tagen hin) los ist.
Joa, soviel zu meinem gestrigen und heutigen Tag, momentan liege ich ganz gechillt auf meinem Bett, der Ventilator ist voll aufgedreht (wer weis wie lange ich noch einen habe werde) und genieße die Zeit hier. Ab und zu ein bisschen lernen oder einfach die Seele baumeln lassen.

Montag, 29. März 2010

Erster Tag!


Mein erster Tab begann um 8 Uhr morgen mit einem Frühstück in einem kleinen Restaurant. Alles war ziemlich günstig sah aber auch sehr gewöhnungsbedürftig aus. Es gab eine Suppe, ähnlich einer Brühe mit einem undefinierbaren großen Fleischklumpen drin, den ich nicht wirklich essen konnte. Dazu gabs ein fladenähnliches Brot zum ditschen :D
Darauf folgte eine ausgiebige Beratung von einem Doktor über die gängigsten Krankheiten in Afrika und speziell Kenia. Dazu gabs dann noch Tipps zu dem was ich essen und trinken darf bzw. sollte. (Auf dem Bild ist Ahmed zu sehen)


Hat alles ziemlich lange gedauert, musst aber wohl so sein, naja danach gings zu dem interessanten Teil des Tages, eine ausgiebige Stadttour mit Ahmed. Dabei haben wir zunächst mit dem Mittagessen in einem weiteren Restaurant begonnen. Dort gab es vegetarisches, war ganz lecker, auch hier wieder mit diesem Fladenbrot als Beilage. Gegessen wird übrigens mit den Händen, bzw. nur mit der rechten Hand, die linke ist ja schließlich unrein. Ein muss so zu essen gibt es nicht, ich durfte auch Gabel und Löffel verwenden, wollte mich aber dann doch eher anpassen und nicht so auffallen :)
Nach dem Essen zeigte Ahmed mir die wichtigsten Anlaufstellen in Mombasa old town. Darunter vielen, Banken, Wechselhäuser, Restaurants in dem man unbesorgt essen kann, kleinere Geschäfte und Supermärkte.


Besonders der Markt ist mir aufgefallen, hier wurde ich fast überrannt von Leuten die mir was verkaufen wollten. Ich bekam von allen Seiten Früchte aller Art in die Hand gedrückt, damit ich sie testen konnte und schließlich mehr davon kaufen sollte. Sowas hatte ich noch nie erlebt, jeder sah mich mit seinem bestmöglichen Hundeblick an und ließ nicht locker mir was zu verkaufen. War wohl auch der Grund, dass wir nur knapp 2 Meter rein kamen und dann wieder umkehren mussten.


Wir sind durch viele Gassen, Parks und Einkaufspassagen geschlendert. Eine neue Hose musste auch her, die mitgebrachten waren einfach zu warm. Im Anschluss gabs dann die große Mittagspause in der ich ein bisschen schlaf nachholen konnte.
Zum Abend sind wir dann wieder in ein Restaurant und haben gegrilltes Hähnchen mit Pommes gegessen, was super lecker war.


Als Abschluss des Tages sind wir schließlich noch in einen Club mit einem Tuktuk gefahren. Zum Montag jedoch war dort tote Hose, es liefen fast nur prostituierte rum und ich musste wirklich aufpassen wo ich hingucke. Die Mädels haben sich direkt angesprochen gefühlt und ließen nichts unversucht um an mein Geld zukommen. Nach einem kleinen Bierchen gings dann aber auch wieder nachhause, morgen geht’s ja schließlich wieder früh los…

Reise und Ankunft


Viel schlaf blieb mir vor der Abreise nicht, mussten doch noch die letzten Sachen eingepackt werden. Die Aufregung tat ihr übriges, somit gings um 2 Uhr morgens ohne schlaf Richtung Flughafen.

Nach dem Abschied von meinen Eltern gings dann auch schon los. Angekommen in Amsterdam, war ich ziemlich von dem Flughafen beeindruckt. Einfach rießig! Auf dem 8std. Flug nach Kenia hab ich mir dann doch etwas schlaft gegönnt, da ich mich mit meinen Sitznachbarn aufgrund sprachlicher probleme nicht unterhalten konnte. Ich kann halt kein Französisch :D

Angekommen [18:30], wurde mir direkt klar wie langsam doch dort die uhren laufen. Zumindest sind alle ziemlich nett, ein "Hey my friend..." gibts fast an jeder Ecke und hat mich permanent zum schmunzeln gebracht. Dann viel mir noch die unglaubliche Hitze auf, gut das ich bei Nacht angekommen bin. Das die leute dort ziemlich gemütlich arbeiten hatte ich ja schon erzählt bekommen, von daher hab ich mich auch nicht gewundert, dass der Anschlussflug nach Mombasa 4 weitere stunden auf sich warten lies. Endlich angekommen wurde ich von unzähligen Leuten umkreist, jeder wollte was anders, Taxi, Uhrenverkaufen etc. gottseidank hab ich meinen Ansprechpartner, der mich auch abholen sollte, ziemlich fix gefunden.


Ahmed, ein kleines (ja, noch kleiner als ich :P ) nettes Kerlchen hat mich dann zum Office gebracht [01:20]. Dort ist auch mein Zimmer, welches ich von nun an für 9 Tage belegen werde....

Freitag, 26. März 2010

Flugdaten

So endlich mal alles geordnet und Koffer gepackt :D
Mein Abflug wird in Frankfurt um 7 Uhr morgens sein, von dort gehts nach Amsterdam und von dort wiederum für 8 Stunden nach Nairobi. Anschließen gehts nochmal für ne Stunde in den Flieger um nach Mombasa zu kommen. Hört sich nach einem langen Tag an.

Die Aufregung steigt, solangsam registriere ich auch, dass es für eine lange Zeit ins Ausland geht. Ich freu mich sehr. Heute Abend wird nochmal richtig gefeiert, ist natürlich jeder eingeladen ins Parkhotel in Idar-Oberstein zu kommen. :)

Donnerstag, 25. März 2010

Am Sonntag gehts los!

Heute ist der 25. März und ich habe mir endlich mal die Mühe gemacht meinen eigenen Blog zu erstellen. Bin mal gespannt ob und in welchem Ausmaß ich hier blogen werde. Die Motivation dazu ist zumindestens da :)

Also morgen noch meine letzte Abschiedsparty feiern, am Samstag erholen und Sonntag morgens um 7 Uhr sollte ich, sofern alles glatt läuft, im Flieger sitzen. Bin mal gespannt wie sie mich aufnehmen werden, bin ja schließlich der Nachzügler.

Sooo, dass sollte für meinen ersten Eintrag erstmal reichen, in diesem Sinne, man liest sich :)