Montag, 26. April 2010

Ein normaler (Wochen-)Tag in Narok

Morgens um 6 Uhr aufstehen, Kleinigkeiten erledigen (wie z.B. Wäschen waschen). 7 Uhr Frühstücken mit Gastpapa und mama.
Um 7:30 Uhr geht’s mit Eduard, meinem Bikibiki-driver zum Maasai Education Discovery Center. Immer wieder ein neues Erlebnis bei den Straßen :-).

Punkt 8:00 Uhr!!! Beginn des Unterrichts (meines Unterrichts!!!), wer zu spät kommt…naja Sie werden es noch lernen :-].
Um 10:00 verteile ich Materialien an die Schüler damit sie auch was zum lesen haben, sollen sich ja auch nicht langweilen und schließlich brauch ich ja auch genug Stoff für die Prüfung (das wird ein heiden Spaß, ich darf eine Klausur aufstellen). Die nachfolgenden 1-2 Kurse assistiere ich und helfe bei spezifischen fragen oder gebe Hilfestellungen (nicht nur den Schülern…).
(Links: Jared, Mitte: Jonathan und rechts ich)
Zirka um 12 Uhr geht’s dann mit Jonathan und Jared, meinen Kollegas, zum essen. Pommes mit Ketchup und etwas Gemüse (50 Cent), ne Fanta (25 Cent) und man ist versorgt. :D
Am Nachmittag bereite ich mich dann schon auf den kommenden Tag vor, kümmere mich um eines unserer Projekte oder repariere mal wieder einen verreckten PC. Nebenbei hab ich viel Spaß mit meinem Kollegen (Pausengame Blobby, kann ich nur jedem empfehlen).
Je nachdem wie viel zu tun ist hab ich dann um 17 oder 18 Uhr Schluss. Dann geht’s entweder wieder mit Eduard nachhause oder ich geh zu Fuß mit einem kleinen Abstecher in den Supermarkt.
Abends wird mit den Hunden rumgetollt, mit Gastmama gekocht und über den Tag und andere Dinge geplaudert. Vorm schlafen gehen gibt’s dann noch ne lustige Soap auf Citzien (einem Kenianischen Sender). Lustig aus dem Grund, weil die Serie von irgendwoher importiert und auf Englisch übersetzt wurde, dabei jedoch überhaupt keine Synchronität zwischen Lippen und gesprochenen herrscht. Die Sprecher sind dabei sowas von unmotiviert, dass bei gewissen Situationen man entweder heulen oder einfach mal richtig ab lachen kann.
Nach strapazierten Lachmuskeln geht’s dann so zwischen 22 und 24 Uhr ins Bettchen…

Die Tage vergehen schnell und eh man sich versieht ist auch schon wochenende. Mal sehen wohin es mich dieses wochenende verschlägt :D

Mittwoch, 21. April 2010

Anbruch der 4ten Woche…

…und mir geht’s blendend. Mittlerweile hab ich mich schon richtig an die Stadt gewöhnt. Fotos folgen noch…

Die Arbeit läuft wunderbar, man gibt mir eine Menge Freiraum um meine eigenen Projekte zu verwirklichen unter anderem, neue Methoden zu unterrichten. Um nicht zu sehr in meinem Fachchinesisch abzudriften nenne ich es hier einfach mal Desktop sharing. :D
(Links seht ihr meinen Arbeitsplatz, ein Standrechner und 2 Laptops, so wie sich das gehört :D )

Meinen ersten eigenen Kurs durfte bzw. darf ich mittlerweile auch schon leiten, ist zwar nur „die Einführung in Computer“ aber war eine Menge Arbeit für 2 Wochen im Voraus ein Tutoriell zu schreiben und Präsentationen vorzubereiten. Keine Ahnung wie die das vorher gehandhabt haben, sie meinten nur, es wäre ein freier Vortrag, tztztz…
(Oben zu sehen, der Klassenraum) Weitere Arbeiten sind unter anderem Rechner wieder instand zu setzen (ein wunder das Dinger überhaupt funktionieren) und die restlichen intakten Rechner zu warten. Des Weiteren planen wir neue Projekte mit neuen Unterrichtsmethoden und neuem Inhalt.

Die bisherigen Wochenenden waren eher etwas gemäßigt. Ich war jeweils am Samstag mit meinem 1. Gastbruder Banard in seinem Shop (sowas wie eine Apotheke für Tiere, rechts zu sehen), dort gabs dann Bier, Musik oder nenn Film (über mein Netbook versteh sich :-)). Da viele, fast alle, seiner Kunden Maasais waren, konnte er mir eine ganze Menge über sie erzählen. Unter anderem den Hintergrund über ihre enormen Löcher im Ohr oder den entfernten unteren 2 Schneidezähnen usw. Apropo Zähne, ganz übel in Kenia…
Am ersten Sonntag blieb ich zuhause und hab mir die Zeit mit Swahili lernen und den Hunden vertrieben. (Oben zu sehen, eines der 7 Hundewelpen)

Der zweite Sonntag war etwas spannender, es ging zu Banards zuhause. Der Weg allein war der Hammer, ich weis nicht wie gut es auf den Fotos erkennbar ist aber die Landschaft war atemberaubend. Dabei mussten wir richtig steil Bergauf klettern und später auch wieder runter kommen. Laut seiner Aussage, geht er jeden Tag diesen Weg. Danach gings zusammen Richtung Stadt, schließlich muss ich mich ja in Narok auskennen. :D

Das kommende 3. Wochenende geht’s dann mit Banard Richtung Mombasa. Endlich mal wieder Strand und ne Party mit allen Freunden aus Mombasa.

Also ihr seht, mir geht es prima hier, hab zwar ab und zu einen leichten Anflug von Heimweh (liegt wohl auch daran, dass ich gewisse Dinge und Personen aus Deutschland hier vermisse…) aber das gibt sich dann auch.
(Mein 1. Gastbruder, Banard, und ich)


Zum Abschluss möchte ich mich für die Kommentare bedanken, freut mich echt zu hören, dass einige meinen Blog lesen. Danke euch allen! :-)

Freitag, 9. April 2010

Ende der Vorbereitungswoche...ersten Tage in Narok

Die 9 Tage in Mombasa vergingen wie im Flug. Dabei habe ich so viel erlebt und so viel von der Stadt gesehen, dass ich kaum weis wo ich anfangen soll. Da ich aber nicht den Rahmen sprengen will und auch niemanden langweilen möchte beschränke ich mich auf die wesentlichen Dinge. Da war zum Beispiel der größte open air Markt in ganz Ostafrika.

(Ein kleiner Teil vom Markt)

( :D )
Die Strände, von denen ich leider keine Fotos habe. Dort sind so gut wie keine Touris zu finden und die Menschen gehen alle überwiegend mit ihrer kompletten Bekleidung ins Wasser. Vor allem bei den muslimischen Frauen mit ihren schwarzen Gewändern sah es etwas gewöhnungsbedürftig aus. Dafür war das Wasser wunderbar. Man kann ewig weit hinein gehen bevor es etwas tiefer wird.
Damit die Wertsachen untergebracht werden konnten, gab es keine Spinde oder dergleichen, man konnte sich aber einen Beutel :D für umgerechnet 1,5€ mieten auf den dann aufgepasst wurde. Harken an der Sache: niemals die Nummer des Beutels vergessen…
Das die Leute unpünktlich sind oder mal gar nicht erscheinen hab ich ja schon erwähnt. Krass im Gegensatz dazu steht aber der Verkehr auf der Straße, ich bin nicht nur einmal fast gestorben so wie die fahren. Als wäre Beelzebub höchstpersönlich hinter ihnen her. Ach ja und ich werde nie wieder auf die deutschen Straßen schimpfen, denn die sind im Gegensatz zu Kenia himmlisch.

(Wir sind auf bis zur anderen Seite geschwommen, es gab wunderschöne einsame Strände zu besichtigen. Leider hab ich mir wegen den vielen Felsen im Wasser die Füße vollig aufgerissen, es wars wert)

Gefeiert wurde in Kenia über die Feiertage übrigens auch. Was sie da aber genau gefeiert haben hab ich leider wieder vergessen, :) zumindest war ne Menge Stimmung da.
(Video folgt demnächst)

Mittlerweile habe ich auch schon einige Leute kennen gelernt unter anderem eine Amerikanerin, die für 6 Monate in einem Krankenhaus arbeitet. 4 Leute aus England, die aber sehr unfreundlich waren und eher unter sich bleiben wollten, vielleicht lags auch an meinem englisch, man weis es nicht. Die restlichen Leute kommen alle aus Mombasa und Umgebung.

(Die Amerikanerin Kelsie, gleich mit auf eine Party geschleppt...)

(Mohamed, die Tanzmaschine. Die haben es einfach im Blut.)

(Ali mein Swahili Lehrer, er hatte eine Menge Geduld...)

(Der kleine Nachbarsjunge, hat sich rießig über die mitgebrachten Haribos gefreut, nur auf dem Foto wollte er dann nicht so lächeln)

Abreise nach Narok war dann am Dienstag 9 Uhr Abends. 8 Stunden Busfahrt voller Angst, enge Straßen und ein Busfahrer der nicht sehr an seinem Leben hängt.
Angekommen bin ich dann Morgens um 6 Uhr in Nairobi und von dort aus gings direkt nach Narok.

(Das Haus meiner Gastfamilie.)

Meine Gastfamilie ist sehr freundlich und herzlich. Der Mann ist ein Tierarzt und die Frau betreibt auch ein eigenes Geschäft. Das Haus ist sehr groß und es gibt viele Tiere unter anderem ein frischer Wurf Hundewelpen.
Mittlerweile bin ich 3 Tage in Narok und mein 2ter Arbeitstag neigt sich dem Ende entgegen. Es gibt viel zu tun und einige Dinge müssen hier ziemlich umgekrempelt werden.
So ich hoffe das war nicht zu viel Text, es gäbe ansich noch viel mehr zu erzählen aber dies verrat ich Euch ein anderes Mal.

Zum Abschluss noch, meiner Meinung nach, eines der schönsten Fotos

(In den Gassen von Mombasa, herrlich)