Freitag, 21. Mai 2010

Arbeit ohne Aussicht auf ein Ende...

Nach laaanger Zeit hab ich mich mal wieder dazu entschlossen hier meinen Senf abzugeben. Zunächst zu mir, sorry für den Ausdruck, aber mir geht’s scheisse geil! Ich möchte mich hiermit ganz besonders an meinen besten Freund Florian richten. DANKE! Für alles! (Die Rechnung werde ich natürlich begleichen, wenn ich zurück komme, nur über die „Papa-frage“ müssen wir noch verhandeln :D.)
Der Grund der dahinter steckt ist, aufgrund von Florian, der ein Fehler in meinem Diplomzeugnis entdeckt hat, bin ich in meiner Diplomnote auf ein „Gut“ gesprungen. Und ich glaub, dass ich nicht sonderlich erwähnen muss, wie dankbar ich ihm bin.

(Du bist mein Held, Florian :D)

Zurück zu Kenia. Hier läuft seitdem ich aus meinem Urlaub zurück bin (diesen Montag) alles drunter und drüber. Restlos alle Lehrer sind gegangen. Einer hat sich kurzerhand entschieden weiter zu studieren. Der Zweite im Bunde hat einen neuen besser bezahlten Job und somit alles stehen und liegen lassen und die dritte kommt laut eigener Aussage auch nicht mehr wegen einem anderen Job. Das bedeutet, seit Montag herrscht hier eine One-man-show. Somit stress pur, vor allem da die anderen Lehrer ihre Materialien wie Tutorials etc. mitgenommen haben. Heute ist Freitag, so langsam hab ich wieder ein bisschen den Überblick aber die kommenden Wochen werden Arbeit pur, da zahlende Schüler unterrichtet werden wollen.

Zu meinem Urlaub. Ich war mal wieder in Mombasa und Umgebung unterwegs. Es war der Hammer. Strand, Palmen, super Wetter, lecker Essen, schwimmen im Ozean, Freunde treffen, Clubbing, einfach mal die Seele baumeln lassen etc. Leider kam ich meist nie dazu Fotos zu machen, da auch zugegebenermaßen nicht mehr daran gedacht habe.
Mein nächster Urlaub wird wohl auf sich warten lassen, da hier Arbeit für mehr als 3 Leute anfällt. Meine neuen Projekte und Ideen müssen dabei auch warten und somit bin ich permanent beschäftigt aber glücklich.

Natürlich grüße ich ganz herzlich alle aus Deutschland! Kwa heri!

Dienstag, 4. Mai 2010

Tag 36

Heute ist der 4. Mai, ein wunderschöner Dienstag, mein 36. Tag in Kenia und es wird mal wieder Zeit für einen neuen Eintrag in meinem Blog. Bevor ich hier aber anfange zu berichten, möchte ich mich bei allen, die an meinen Geburtstag gedacht haben, ganz herzlich Bedanken! Leider konnte ich nicht allen sofort antworten da hier des Öfteren der Strom oder das Internet ausfällt.
Nun zum meinem Bericht. Wo fange ich am besten an... Mein Geburtstag war sehr ruhig. Im Allgemeinen wird hier in Kenia der Geburtstag nicht so gefeiert und hat auch nur sehr wenig an Bedeutung. Somit beschränkte sich mein Geburtstag auf eine Geburtstagskarte von meiner Gastfamilie. Gefeiert habe ich dann aber am Samstag mit ein paar Freunden in einer kleinen Bar.
Meine Schüler haben meine Prüfung bestanden und mittlerweile leite ich meinen nächsten Kurs. Mein Drang, hier alles ein wenig zu verbessern ist ungebrochen, so habe ich mittlerweile mich an das Management gemacht und optimiere unser Lehrangebot, die Preispolitik und das Marketing. :-]
Das Wochenende gestaltete sich diesmal ziemlich ruhig. Grund dafür war das mein geplanter Trip nach Nairobi inklusiver Sightseeing-tour am Sonntag durch mein Gastpapa zunichte gemacht wurde. Er ist ziemlich streng was das ausgehen angeht und wollte anscheinend nicht, dass ich mit meinem Gastbruder nach Nairobi fahre. Stattdessen gab er uns die Aufgabe eine Ziege zu schlachten. Jepp, ihr habt richtig gelesen, schlachten… und es war alles andere als genehm.
Am Montag gabs dann in ganz Narok keinen Strom, hatte zur Folge, ein freier Tag. Den haben wir genutzt um die Universität in Narok zu besichtigen. Dafür mussten wir aber auch locker 2 Stunden Fußmarsch hinlegen. Während diesen 2 Stunden, haben wir dann über unterschiedliche Auffassungen von „it‘s not far away“ diskutiert…Um das mal genauer zu beleuchten. Wenn ein Kenianer sagt, „ich bin gleich da“ meint er „ich brauche 30 minuten“. Sagt er, „ich bin in 5 min da“ meint er „ich brauche 45 minuten“ usw.. Ähnlich verhält es sich mit der Distanz, „nicht weit weg“ bedeutet sowas wie „zwischen 2-3 Stunden Fußmarsch“. Das Beste ist aber immer noch, wenn ein Kenianer sagt, „wir treffen uns um 12“ dann kann es zu folgen Dingen führen. 1. Er kommt gar nicht. 2. Er kommt, aber 2 Stunden zu spät. Oder 3. Er ruft an und sagt „ich bin gleich da“…

Mittlerweile ist mein Gastpapa für 3 Wochen in den USA, was bedeutet, ich werde mit meinem Gastbruder für 1 Woche Urlaub machen. Wir haben vor die Küste unsicher zu machen…